Ärzte Zeitung online, 06.07.2009
 

Schweinegrippe: Lehrer arbeiten weiter

BAYREUTH/BERLIN (dpa). Zwei Gymnasien in Deutschland sind seit Montag wegen der Schweinegrippe geschlossen. An je einer Schule in Bayreuth und Berlin dürfen die Schüler eine Woche lang daheimbleiben. die Lehrer müssen jedoch weiterarbeiten.

Am Bayreuther Richard- Wagner-Gymnasium wurde das A/H1N1-Virus kurz hintereinander bei zwei Schülerinnen bestätigt. Eine Sprecherin der Stadt sprach von einer "reinen Vorsichtsmaßnahme". Damit soll verhindert werden, dass sich weitere Schüler mit der neuen Grippe anstecken. An dem Berliner Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Köpenick seien acht Grippefälle festgestellt worden, teilte die Berliner Gesundheitsverwaltung bereits am Sonntag mit.

Der Köpenicker Schulleiter Wolfgang von Schwedler sagte am Montag im RBB-Inforadio: "Es gibt auch ohne Schüler viel Arbeit." Am Bayreuther Gymnasium gab es am Montag eine Lehrerkonferenz. Die acht kranken Schüler aus Berlin werden zu Hause mit dem Medikament Tamiflu® behandelt und haben nur leichte Symptome. Fünf von ihnen besuchen die 11. Klasse, drei sind Gastschüler aus Texas.

Mitte Juni war bereits in Düsseldorf eine japanische Schule geschlossen worden, weil sich mehrere Kinder mit dem A/H1N1-Virus infiziert hatten.

Unterdessen hat die Schweinegrippe das asiatische Land Laos erreicht. Zwei Spieler der Fußball-Nationalmannschaft, die kürzlich von den Philippinen zurückgekehrt war, sind erkrankt. Nach Ansicht von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon benötigen die UN eine Milliarde Dollar (rund 700 000 Euro), um die Schweinegrippe zu bekämpfen. "Wir brauchen noch mehr Geldquellen", sagte er auf einer Konferenz anlässlich der Millenniumsziele in Genf.

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Mexikanische Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

[10.07.2009, 15:15:07]
Gabriele Wagner 
Der Dienstherr spricht ein Machtwort
Per E-Mail erreichte uns der folgende Kommentar von G. Siepmann aus Nettersheim:

SchülerInnen sind ' Jugendliche und Kinder ' deren Schutz und Wohlbefinden uns ein besonderes Anliegen sind. Vorausgesetzt sie verhalten sich so wie wir es erwarten. Systemisch betrachtet sind LehrerInnen Erwachsene, deren berufliches Ansehen in unserer Gesellschaft vielfach ohnehin kein besonderes Ansehen geniessen.
Das legitimert die Abstrafung sie, trotz erhöhtem gesundheitlichen Risiko, am Dienstort zur Arbeit zu verpflichten.
Der Dienstherr, zur besonderen Verantwortung seiner Untergebenen gegenüber verpflichtet, spricht ein Machtwort wie und wo sich Arbeit als Arbeit definiert. Kreativität im Lande der Dichter und Denker.
Der Stellenwert der Verantwortung orientiert sich an der Zielgruppe.
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