Ärzte Zeitung online, 21.07.2009

Weniger Einschränkungen bei Schweinegrippe

BERLIN (dpa). Die Regelungen für den Umgang mit Schweinegrippe-Fällen sind in Deutschland künftig weniger streng. Bisher sei nach jeder Kontaktperson eines Erkrankten gesucht und diese in Quarantäne gesteckt worden, erläuterte Susanne Glasmacher, Sprecherin des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin.

Nun gebe es für diese Menschen weniger Einschränkungen. Die Empfehlung laute, sich darauf zu beschränken, die Ansteckung besonders gefährdeter Gruppen zu vermeiden. Eine Krankenschwester mit erkranktem Mann etwa dürfe sehr wohl am Kiosk eine Zeitung kaufen, solle aber nicht im Krankenhaus arbeiten. Ähnliches gelte für eine Kindergärtnerin.

Auf Schulschließungen und ähnliche Maßnahmen hätten die Empfehlungen kaum Einfluss, da sie weiter von Fall zu Fall vom zuständigen Gesundheitsamt entschieden würden, erläuterte Glasmacher. Die neuen Empfehlungen wurden - angelehnt an entsprechende Anpassungen in anderen Ländern - vom RKI gemeinsam mit den Bundesländern erarbeitet.

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Mexikanische Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »