Ärzte Zeitung, 13.08.2009

Parkinson durch Grippe?

BETHESDA (mut). Neue Hinweise aus Tierversuchen nähren den Verdacht, dass schwere Influenza-Infekte auch Gehirnschäden und langfristig Parkinson-ähnliche Erkrankungen verursachen können.

Sowohl für das neue H1N1-Virus als auch für das Vogelgrippevirus H5N1 sind Einzelberichte bekannt, in denen solche Viren bei Menschen Enzephalitiden auslösten. US-Forscher haben jetzt in Tierversuchen mit H5N1 nachgewiesen, dass die Erreger bei einer Hirninfektion innerhalb von 60 Tagen massiv dopaminerge Neurone in der Substantia nigra zerstören und dadurch eine Parkinson-ähnliche Erkrankung auslösen können (PNAS online). Dies könnte auch eine Erklärung für die Parkinson-ähnliche Encephalitis lethargica sein, die kurz nach der verheerenden Pandemie von 1918 auftrat.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

"Hacker kommen wie durch eine offene Tür in Arzt-Systeme"

Nehmen niedergelassene Ärzte Gefahren durch Cyber-Angriffe ernst genug? Sie selbst glauben das mehrheitlich. Ein Sicherheitsexperte gießt Wasser in den Wein. mehr »

Ein Gelähmter kann wieder gehen

Ein querschnittgelähmter Mann kann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »