Ärzte Zeitung online, 17.08.2009

Deutscher Export noch nicht von Schweinegrippe geschwächt

BERLIN (dpa). Die Schweinegrippe hat nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) dem Exportweltmeister Deutschland bisher kaum geschadet. "Der Außenhandel zeigt sich bislang von der Schweinegrippe weitgehend unbeeindruckt", heißt es in einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Umfrage des DIHK bei den Auslandshandelskammern (AHKs), die weltweit in 80 Ländern vertreten sind.

Auch die negativen Folgen für die Weltwirtschaft fielen derzeit gering aus und beschränkten sich größtenteils auf den Tourismussektor.

DIHK-Außenhandelschef Axel Nitschke warnt aber, dass die Situation schnell kippen könnte: "Wenn Hygienestandards nicht eingehalten werden, ist mit einer weiteren Ausbreitung der Pandemie und damit auch spürbaren Konsequenzen für die Weltwirtschaft zu rechnen." Auch die Entwicklung eines Impfstoffes werde daran wohl wenig ändern, da dessen Verbreitung bis in die letzten Winkel der Welt zu lange dauern könnte. "Größere Auswirkungen sind zudem zu befürchten, wenn das Virus mutieren sollte."

In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts inzwischen mehr als 11 000 Fälle der Neuen Grippe (Schweinegrippe) registriert. Bislang verläuft die Erkrankung meist glimpflich. Für den Herbst rechnen Experten mit schwereren Verläufen. Die Länder haben bislang Impfdosen für maximal 25 Millionen Menschen bestellt, die besonders gefährdet sind: chronisch Kranke, Schwangere, medizinisches Personal, Polizisten oder Feuerwehrleute.

Der DIHK stellt seine Schweinegrippe-Analyse am Dienstag in Berlin vor.

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