Ärzte Zeitung online, 21.08.2009

Hausärzteverband: Impfung gegen Schweinegrippe ist Aufgabe von Hausärzten

KÖLN/BERLIN (eb). Der Deutsche Hausärzteverband hat sich dagegen ausgesprochen, die geplanten Massenimpfungen gegen die Schweinegrippe durch den öffentlichen Gesundheitsdienst, also die Gesundheitsämter der Städte und Gemeinden, ohne Beteiligung der behandelnden Ärzte vornehmen zu lassen.

"Impfungen fallen in die klare Kernkompetenz der Hausärzte", so Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes, in einer Mitteilung. Nur der behandelnde Hausarzt, der den Patienten lange kenne, könne ausreichend über die Indikation beraten und im Zweifelsfall Kontraindikationen feststellen.

Sollten die Hausärzte einem möglichen Ansturm auf die Impfungen nicht gewachsen sein, könne man immer noch über die Unterstützung der örtlichen Gesundheitsämter reden, erläuterte Weigeldt.

"Eine koordinierte Impfung durch den öffentlichen Gesundheitsdienst ist sachgerecht", heißt es hingegen in der Begründung der vom Bundeskabinett beschlossenen Verordnung über die Leistungspflicht der GKV bei Schweinegrippe.

Die Durchführung und Organisation der Impfung ist Aufgabe der Länder. Die Einzelheiten dazu werden jeweils zwischen den Ländern und den Krankenkassen in so genannten Impfvereinbarungen geregelt.

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