Ärzte Zeitung online, 07.09.2009

Schweinegrippe: Schwangere fiel in ein wochenlanges Koma

KÖLN (eb). Eine 21-jährige schwangere Frau fiel durch Komplikationen einer Schweinegrippe ins Koma und musste wochenlang auf der Intensivstation der Universitätsklinik Essen behandelt werden. Inzwischen ist die Frau außer Lebensgefahr; das ungeborene Kind entwickelt sich bislang normal.

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Screenshot: www.wdr.de

Die 21-Jährige war in der 20 Schwangerschaftswoche, als sie sich mit der Neuen Grippe (Schweinegrippe) infizierte. Ärzte eines Krankenhauses hatten ihr kein antivirales Medikament gegeben, weil sie den Fötus nicht gefährden wollten. Doch dann bekam die Mutter schwere Lungenkomplikationen und fiel in ein wochenlanges Koma, wie in der aktuellen Stunde des WDR-Fernsehens berichtet wurde.

"Ich will anderen Schwangeren meine Geschichte erzählen, dass sie vorsichtig sein sollen. Dass man sich am besten impfen lässt", sagte die Schwangere im Gespräch mit dem WDR.

Der behandelnde Arzt Dr. Michael Adamzik von der Uniklinik Essen sagte: "Sie hat natürlich noch einige Zeit vor sich, wo sich die einzelnen Organsysteme noch regenerieren müssen. Sie ist noch entsprechend schwach, die Muskelkraft ist noch nicht ganz wieder da, aber ich denke in den nächsten Wochen wird sie sicherlich einen guten Zustand erreichen, um am normalen Leben teilnehmen zu können."

Wie das ungeborene Baby das Koma der Mutter überstanden hat, ist noch unklar. Derzeit entwickelt es sich normal. Weiteres können die Ärzte aber erst sagen, wenn das Kind geboren ist.

Bislang verläuft die Schweinegrippe in Deutschland überwiegend harmlos. Besonders gefährdet sind aber offenbar Schwangere sowie Menschen mit Grundkrankheiten wie chronischen Lungenkrankheiten.

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