Ärzte Zeitung online, 07.10.2009

Fünfjähriger mit Schweinegrippe stirbt an Lungenentzündung

MÜNCHEN (dpa). Ein fünf Jahre alter Junge, der nach schwerer Krankheit zusätzlich auch an Schweinegrippe erkrankte, ist in München an einer Lungenentzündung gestorben. Wie das Städtische Klinikum am Mittwoch mitteilte, ist die Infektion mit dem Virus H1N1 nicht die Todesursache des Kindes.

Der Junge sei aus medizinischen Gründen im Klinikum Schwabing durchweg und bis zu seinem Tod am Dienstagmorgen isoliert untergebracht gewesen. Eine Sprecherin bestätigte einen Bericht von "Bild.de", wonach weitere Fälle am Klinikum Schwabing nicht aufgetaucht seien.

Wann und wo sich das kranke Kind mit dem Virus infiziert habe, konnte die Sprecherin zunächst nicht sagen. Zu der Art der schweren Vorerkrankung äußerte sie sich aus Gründen der medizinischen Schweigepflicht auf dpa-Anfrage nicht. Der medizinische Verlauf lasse jedoch nicht darauf schließen, dass vom Virus H1N1 eine zunehmende Gefahr ausgeht, teilte das Klinikum weiter mit. Bereits Ende September war in Essen eine Frau an Lungenversagen gestorben, die neben anderen Erkrankungen wie einer Blutvergiftung das H1N1-Virus in sich trug.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

"Mehr Geld für Kranke, weniger für Gesunde"

15:47Die Verteilungsregeln für den Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen sollen deutlich verändert werden. Das hat ein Expertenkreis beim Bundesversicherungsamt jetzt vorgeschlagen. Die Meinung der Kassen ist geteilt. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »