Ärzte Zeitung online, 16.10.2009

Schweinegrippe-Impfstoffe werden von Montag an verteilt

BERLIN (dpa). Die ersten Schweinegrippe-Impfstoffe sollen von Montag (19. Oktober) an in die 16 Bundesländer gebracht werden. Damit sei gewährleistet, dass mit den Impfungen bundesweit wie geplant am 26. Oktober begonnen werden könne, sagte eine Sprecherin des Pharmaherstellers GlaxoSmithKline (GSK) am Freitag in Berlin.

Schweinegrippe-Impfstoffe werden von Montag an verteilt

Alle Bundesländer sollen bis zum kommenden Mittwoch (21. Oktober) eine erste Lieferung erhalten. Die Bundesregierung hatte bei GlaxoSmithKline 50 Millionen Impfdosen bestellt. Sie sollen für mehr als ein Drittel der Bevölkerung reichen.

Die Impfdosen müssen am GSK-Standort Dresden abgeholt werden. Die Bundesländer erhalten in den kommenden Monaten jede Woche eine vorher festgelegte Anzahl von Impfdosen. Jedes Bundesland hat einen bestimmten Abholtag. Aus logistischen und sicherheitstechnischen Gründen wird der Impfstoff nicht direkt beim GSK-Werk in Dresden übergeben, sondern an einer Außenstelle am Stadtrand. Wo sich diese befindet, wurde nicht bekanntgegeben.

Beim Transport ist laut GlaxoSmithKline wichtig, dass der Impfstoff stets bei zwischen zwei und acht Grad Celsius lagert. Deswegen werden die Länder ihre Impfmengen in speziellen Kühlwagen abholen. Der Impfstoff wird in zwei kleinen Fläschchen geliefert. In einem befindet sich das Antigen gegen den Schweinegrippeerreger. Das andere Fläschchen enthält sogenannte Adjuvans. Die Inhalte beider Flaschen müssen vor dem Impfen vom Arzt vermischt werden. Aus zwei Flaschen erhält man zehn Impfdosen.

Für den Transport in die Länder werden jeweils 100 dieser Flaschen in Kartons verpackt, die wiederum auf Paletten gestapelt werden. Mit einer einzelnen Palette können 120 000 Impfdosen transportiert werden. Spezielle Sicherungssysteme auf den Paketen sollen gewährleisten, dass die notwendige Kühltemperatur nicht über- oder unterschritten wird.

Nach Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) sollen zunächst Medizinpersonal sowie Menschen mit chronischen Krankheiten geimpft werden. Dazu zählen Krankheiten der Atmungsorgane sowie Herz- Kreislauf-, Leber- und Nierenleiden, Diabetes oder eine HIV-Infektion. Zudem sollen Schwangere geimpft werden, vorzugsweise ab dem vierten Monat. Später können sich alle übrigen Menschen impfen lassen.

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