Ärzte Zeitung online, 25.10.2009

Universeller Grippe-Impfstoff in Israel in Arbeit

TEL AVIV (dpa). Eine israelische Firma arbeitet an einer universellen Grippeimpfung, die sowohl gegen die normale Influenza als auch gegen die Schweine- und Vogelgrippe schützen soll. Eine Sprecherin der Firma Biondvax, Tamar Ben Jedidia, teilte am Sonntag mit, bislang sei der Impfstoff an mehr als 60 Patienten geprüft und für sicher befunden worden.

Ob er auch wirksam ist, werde man vermutlich erst im Dezember wissen. Für die Herstellung des Impfstoffs seien Teile von Viren verwendet worden, die alle Grippearten gemeinsam hätten, erklärte sie.

Die Entwicklung habe ihren Ursprung in einer Studie des Weizman-Instituts in Rechovot, bei der Mäuse verwendet wurden. Die Leiterin der Weizman-Studie, Professor Ruth Arnon, bestätigte dies am Sonntag.

Der neue Impfstoff sei im Juni zunächst an einer Gruppe von Patienten im Ichilow-Krankenhaus in Tel Aviv geprüft worden, sagte Tamar Ben Jedidia. Darunter seien allerdings keine Schwangeren gewesen. "In diesen Tagen beginnt eine zweite Testrunde mit älteren Menschen", sagte sie. Anschließend müsse die Immunreaktion der Geimpften untersucht werden, um zu klären, ob der Impfstoff wirkt.

www.biondvax.com

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Neue Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Resolution gegen DSGVO-Verunsicherung und Abmahn-Angst

Nach einer ersten Abmahnwelle in Bremen wächst bei Ärzten die Verunsicherung wegen der Datenschutzgrundverordnung. 60 Verbände und die KBV haben darauf nun reagiert. mehr »

Der kleine Unterschied ist größer als gedacht

Krankheiten verlaufen bei Männern und Frauen unterschiedlich, das ist bekannt. Die Gendermedizin deckt immer mehr die geschlechtsspezifischen Besonderheiten auf. mehr »

Neue Leitlinie stärkt medikamentöse ADHS-Therapie

In den neuen S3-Leitlinien zu ADHS wird die medikamentöse Therapie bei mittelschweren Symptomen gestärkt. Experten betonen aber, dass die Arzneien nur ein Teil eines umfassenden Therapiekonzepts sein dürfen. mehr »