Ärzte Zeitung online, 31.10.2009

Virologe: Bedenken gegen Schweinegrippe-Impfung werden verschwinden

HAMBURG (dpa). Der Virologe Privatdozent Michael Pfleiderer rechnet damit, dass die Impfmüdigkeit der Deutschen bei der Schweinegrippe bald verschwinden wird. "Ich weiß, dass die Stimmung über Nacht umschlägt, sobald wie jetzt in den USA die Zahl der Schwerkranken steigt und die Krankenhausbetten knapp werden."

Es gebe keinen Grund für Vorbehalte: Die kritisierten Wirkungsverstärker seien erprobt und in herkömmlichen Grippe-Impfstoffen millionenfach gespritzt worden. Gegenwärtig werde "unglaublicher Blödsinn als Wahrheit" verkauft, sagte der Impfstoff-Experte vom Paul-Ehrlich-Institut der "WirtschaftsWoche". .

In Baden-Württemberg kommt die Impfaktion gegen die Schweinegrippe auch eine Woche nach Beginn nur schleppend voran. Zum einen wurde laut Sozialministerium deutlich weniger Impfstoff geliefert als angefordert. Statt 900 000 Dosen Pandemrix® pro Woche seien bisher in der ersten Marge 200 000 und in einer zweiten 112 000 angekommen. Grund ist ein Lieferengpass beim Hersteller GlaxoSmithKline, wie eine Firmensprecherin bestätigte. Zum anderen bieten mehrere Hausärzte bewusst keine Impfungen an.

Die Zahl der Schweinegrippe-Toten ist inzwischen bundesweit auf sechs gestiegen.

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Neue Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Spermien auf Dope

Vielleicht sollten besser ältere als jüngere Männer kiffen: Cannabis scheint die Fruchtbarkeit zu mindern, aber vor Prostatakrebs zu schützen. mehr »

Mit Mikroben gegen Asthma

Künftige Asthma-Therapien könnten neben Antikörpern auch Mechanismen der körpereigenen Entzündungshemmung nutzen – oder Helicobacter pylori. mehr »

Ein Nigerianer und ein Serbe sichern die Versorgung im Norden

Lunden ist gelungen, woran andere Regionen scheitern: In einer kommunalen Eigeneinrichtung sichern zwei Ärzte ab Mai die Versorgung. mehr »