Ärzte Zeitung online, 03.11.2009

WHO über Schweinegrippe-Impfmüdigkeit besorgt

GENF (dpa). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht die Schweinegrippe-Impfmüdigkeit in vielen Ländern mit Unbehagen. "Es bereitet schon Sorge wenn Menschen, die Zugang zu Impfstoffen haben, dies nicht nutzen", sagte WHO-Sprecher Gregory Hartl in Genf. "Der Impfstoff ist eines der besten Mittel, die es zur Bekämpfung der Pandemie gibt", sagte Hartl.

"Die Vorteile, sich impfen zu lassen, wiegen die Nachteile bei weitem auf." Hartl verwies darauf, dass sich das aggressive H1N1-Virus verändern könne - entweder abschwächen oder verstärken.

Dass es bei immer größer werdender Zahl von Impfungen auch Nebenwirkungen gebe, sei normal, sagte der Sprecher. Hartl rief vor allem dazu auf, dass sich Schwangere impfen lassen. Diese seien weitaus mehr gefährdet als andere Menschen. "Es gibt starke Gründe, dass sich Risikogruppen impfen lassen", fügte der Sprecher hinzu. Dazu gehören auch die im Gesundheitswesen Beschäftigten. Laut Hartl gibt es weltweit derzeit mindestens 5700 bestätigte Todesfälle durch die Schweinegrippe.

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