Ärzte Zeitung online, 12.11.2009

Ärzte sollen schwangere Schweinegrippe-Impflinge melden

BERLIN (eb). Die Schweinegrippe-Impfung ist deutschlandweit auch für Schwangere möglich. Doch ihr Einsatz sorgt in Fachkreisen noch immer für Diskussionen. Um die Verträglichkeit der Impfung besser einschätzen zu können, sammelt die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) jetzt Daten über mögliche Impfrisiken während der Schwangerschaft.

Die DGGG und die der Arbeitsgemeinschaft für Materno-Fetale Medizin in der DGGG (AGMFM) rufen in einer aktuellen Stellungnahme dazu auf, geimpfte Schwangere ab sofort beim Berliner Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie zu melden. "Aufgrund der unvollständigen Datenlage sind noch immer viele Frauen, aber auch Ärztinnen und Ärzte verunsichert, ob die zurzeit erhältliche Vakzine nicht doch dem Ungeborenen schaden könnte", sagt Professor Klaus Vetter, Vorstandsmitglied der DGGG. Diese Wissenslücke gelte es möglichst bald zu schließen, um die Verträglichkeit einer Impfung besser einschätzen zu können.

Umfassende Daten über mögliche Impfrisiken während der Schwangerschaft sammelt das Pharmakovigilanzzentrum per Online-Fragebogen (http://www.embryotox.de) oder aber telefonisch unter der Telefonnummer 030 30308-111. Hier erhalten werdende Mütter bei Bedarf auch eine individuelle Beratung. Dr. Christof Schaefer, Leiter des Zentrums, hierzu: "Täglich melden sich jetzt zahlreiche Schwangere. Mithilfe aller werden wir auf breiterer Datenbasis Angaben zur Sicherheit für das Ungeborene machen können."

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Neue Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Prostatakrebs bei jungen Männern immer früher entdeckt

Im Vergleich zu den 1990er Jahren wird heute das Prostatakarzinom bei Männern unter 50 Jahren bereits in früheren Stadien diagnostiziert. Darauf deuten Studienergebnisse hin. mehr »

Wie man trotz Plätzchen den Kilos trotzt

Ein Lebkuchen hier, ein Dominostein da und dann noch die fette Weihnachtsgans. Britische Forscher geben studiengeprüfte Tipps gegen den üblichen Gewichtszuwachs an den Feiertagen. mehr »

Pfunde weg, Diabetes weg

Starke Gewichtsreduktion ohne Adipositas-Chirurgie: Das britische „Counterweight-Plus“-Programm bietet Patienten eine Option, die auch in Hausarztpraxen funktioniert. mehr »