Ärzte Zeitung online, 12.11.2009

WHO rät zur frühen Behandlung bei Schweinegrippe-Verdacht

GENF (dpa). Bei Verdacht auf Schweinegrippe sollte nach Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) schnell mit der Behandlung mit Grippemitteln begonnen werden. Darauf verwies am Donnerstag die WHO-Expertin für klinische Medizin, Nikki Shindo, vor Journalisten in Genf.

"Das Virus ist ziemlich stabil und hat sich nicht verändert. Wenn das Virus sich verbreitet, sollten die Ärzte früh mit der Behandlung beginnen", sagte Shindo unter Hinweis auf Berichte, nach denen manche Ärzte erst einmal abwarten, bis sie eine Bestätigung für die Erkrankung haben.

Die WHO sehe auch, dass manche Staaten von der Schweinegrippe "regelrecht überschwemmt" würden, sagte die WHO-Expertin. Dazu gehörten etwa die Ukraine, Afghanistan und die Mongolei. Während es in der Ukraine weniger schwere Fälle gebe als etwa in der südlichen Hemisphäre, seien in der Mongolei bei schweren Erkrankungen Schwangere überrepräsentiert.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Jeder dritte Brustkrebs im MRT übersehen

MRT-Bilder helfen, Brustkrebs früh aufzuspüren – doch in vielen Fällen gelingt das nicht. Eine niederländische Studie ergab: Jedes dritte Karzinom ist im MRT übersehen worden. mehr »

Neun Millionen Klinik-Infektionen jährlich

Infektionen in Kliniken und Pflegeheimen sind in Europa ein großes Problem. Jährlich infizieren sich dort neun Millionen Bürger, berichtet die EU-Seuchenbehörde. mehr »

Bangen und Hoffen bei Auslands-Briten

Das Ringen um einen Brexit-Vertrag geht auf die Zielgerade. Doch für EU-Bürger auf der Insel und Auslands-Briten ist es eine Zeit des Wartens. Das macht Großbritannien für qualifizierte Fachkräfte nicht attraktiver, meine unser Blogger Arndt Striegler. mehr »