Ärzte Zeitung online, 16.11.2009

Erstmals fünf Schweinegrippe-Tote im Westjordanland

RAMALLAH (dpa). Im palästinensischen Westjordanland sind fünf Menschen an der Schweinegrippe gestorben. Die Gesundheitsbehörde der Palästinensischen Autonomiebehörde teilte am Montag mit, die Todesfälle seien in den vergangenen Tagen in den Städten Nablus, Ramallah, Bethlehem und Hebron gemeldet worden.

Insgesamt seien 1100 Palästinenser mit dem pandemischen H1N1-Virus infiziert und in Krankenhäusern behandelt worden. Man rechne mit einem Anstieg der Fälle in der kalten Jahreszeit, hieß es in der Mitteilung der Behörde.

In dem von der radikal-islamischen Hamas-Organisation beherrschten Gazastreifen gab es bislang keinen gemeldeten Schweinegrippen-Fall. Die Hamas-Gesundheitsbehörde teilte mit, der Küstenstreifen am Mittelmeer sei "frei von der Schweinegrippe".

Das Palästinensergebiet untersteht seit mehr als drei Jahren einer nahezu vollständigen Blockade Israels und Ägyptens. Seit dem Gaza-Krieg zur Jahreswende können nur humanitäre Hilfsgüter und Grundnahrungsmittel in den Gazastreifen transportiert werden.

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