Ärzte Zeitung online, 16.11.2009

Thüringen: Toter nach Schweinegrippe-Impfung wird obduziert

ERFURT (dpa). Eine Obduktion soll Licht in den Todesfall eines Thüringers bringen, der nach einer Schweinegrippe-Impfung gestorben ist. Nach Information des Sozialministeriums hatte sich der 55-Jährige am vergangenen Donnerstag impfen lassen und war danach zum Kegeln gegangen. Als er nach Hause kam, rief er den Notarzt, der ihm allerdings nicht mehr helfen konnte.

Der Mann, von dem keine Vorerkrankungen bekannt sind, starb etwa fünf Stunden nach der Impfung. Die Obduktion soll klären, ob ein Zusammenhang zwischen der Impfung und seinem Tod besteht. Ergebnisse werden in den kommenden Tagen erwartet.

Nach Angaben eines Ministeriumssprechers sind in Deutschland bislang 16 Menschen an der Schweinegrippe gestorben. "Vor diesem Hintergrund sollten wir die Impfungen beurteilen."

Bereits in der vergangenen Woche war eine 65 Jahre alte, herzkranke Frau aus Weimar nach einer Impfung gestorben. Der Amtsarzt sah in diesem Fall keinen Zusammenhang zwischen der Impfung und der tödlichen Herzattacke.

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Neue Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Lesen Sie dazu auch:
Schweinegrippe: Thüringer starb nicht Impfung, sondern an Herzinfarkt

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Welche Reformen sind dringend notwendig?

Bürgerversicherung, Regressrisiko, GOÄ: Unsere Leser haben abgestimmt, welche Themen in der Gesundheitspolitik die nächste Bundesregierung unbedingt anpacken sollte. mehr »

Patienten sollen für Infos zahlen

Patienten und Angehörige sind bei beratungsintensiven Erkrankungen häufig hilflos. Viele Akteure versuchen, neutrale Angebote im Internet bereitzustellen. Ein Biologe will nun Beteiligte auf einer Plattform zusammenführen. mehr »