Ärzte Zeitung online, 16.11.2009

Schweinegrippe: Thema für Sachsens Parlamentarier

DRESDEN (tra). In Sachsen verstärkt sich die Debatte um die Massenimpfung gegen die Schweinegrippe. Zweifel wurden laut, ob ausreichend über die Impfung informiert worden sei.

Gesundheitsministerin Christine Glauß (CDU) sieht Sachsen gewappnet. "Wir sind gut aufgestellt", sagte Clauß bei einer Parlamentsdebatte. Eine Bürger-Hotline des Gesundheitsministeriums wird ausgebaut.

Annekatrin Giegengack (Grüne) bezeichnete den Hinweis auf das "vertrauensvolle Gespräch mit dem Hausarzt" als "gewissen Hohn", weil Menschen in Gegenden mit Hausärztemangel keineswegs problemlos zu einem Beratungsgespräch kämen. Kerstin Lauterbach (Linke) kritisierte, der Fragebogen "nehme Patienten in die Pflicht und schiebe die Verantwortung weg". Kristin Schütz (FDP) forderte, die saisonale Grippe im Auge zu behalten.

Die Impfung der sächsischen Bevölkerung war regional holprig gestartet. Nicht alle Ärzte waren zu Beginn der vergangenen Woche mit Impfstoff ausgestattet. Die Gesundheitsämter hatten einen Ansturm Impfwilliger zu bewältigen. Zum Start der Massenimpfung hatte Sachsen 98 000 Impfdosen erhalten. Für die laufende Woche sind weitere 75 000 Dosen eingeplant.

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