Ärzte Zeitung online, 16.11.2009

Schweinegrippe: In Hessen ist der Impfstoff noch knapp

FRANKFURT AM MAIN (ine). In Hessen ist der Impfstoff gegen die Schweinegrippe knapp. Das Land habe nicht einmal 50 Prozent der erwarteten Impfdosen vom Hersteller bekommen, sagte Hessens Gesundheitsminister Jürgen Banzer (CDU) auf einer Veranstaltung der Landesärztekammer in Frankfurt am Main.

Banzer rechnet damit, dass sich die Lage bei dem Unternehmen Glaxo-SmithKline in den nächsten zwei Wochen entspannen wird und der Impfstoff dann wieder verfügbar ist.

Bislang sind 300 000 Impfdosen in Hessen verteilt worden. "Damit sind fünf Prozent der Bürger vor der Schweinegrippe geschützt", sagt Banzer. Der Minister rechnet damit, dass diese Zahl bis Ende November auf 12,5 Prozent und bis Ende Dezember auf 25 Prozent ansteigt. Ziel sei, eine Impfquote von 30 Prozent zu erreichen.

Immer mehr chronisch Kranke, so der Minister, seien für eine Impfung bereit und auch bei den Beschäftigten im Gesundheitswesen steige die Bereitschaft, sich vor der Schweinegrippe zu schützen.

Banzer ist zudem dafür, dass künftig auch Ärzte, die nur Privatpatienten behandeln, an der Impfaktion teilnehmen können. Dies sei ein derzeit noch ein "abrechnungstechnisches Problem", das behoben werden müsse. In Hessen gibt es nach Angaben der KV unter den 8900 niedergelassenen Allgemeinärzten etwa 850 Privatärzte.

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