Ärzte Zeitung online, 17.12.2009

Zu viel Schweinegrippe-Impfstoff in Sachsen-Anhalt

MAGDEBURG (ava). In Sachsen-Anhalt lagert derzeit deutlich mehr Impfstoff gegen die Schweinegrippe als benötigt wird. Bislang hätten sich rund 215 000 Menschen impfen lassen, sagte Holger Paech, Sprecher des Gesundheitsministeriums in Magdeburg.

Mit einem Anteil der geimpften Personen in der Bevölkerung mit etwa neun Prozent stehe Sachsen-Anhalt bundesweit an der Spitze. Seit Ende Oktober sei jedoch mit etwa 434 000 Dosen mehr als doppelt soviel Impfstoff geliefert worden. Nun müsse gemeinsam mit den anderen Bundesländern überlegt werden, so Paech, was mit den überzähligen Impfdosen geschehen soll. "Von Anfang an war geplant, Ende des Jahres zu schauen, ob die bestellte Menge Impfstoff ausreicht oder ob zu viele Impfdosen bestellt wurden." Es sei denkbar, den Impfstoff zu verschenken oder ins Ausland zu verkaufen.

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Neue Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Epileptiker haben hohe Überdosisgefahr

Die Gefahr, an einer Medikamentenüberdosis zu sterben, ist bei Epilepsiekranken fünffach erhöht, so eine Studie. Doch es ist anders, als auf den ersten Blick gedacht: Schuld sind meist nicht die Antikonvulsiva. mehr »

Zehntausende Arztpraxen nicht ohne Barrieren zu erreichen

Nur ein Drittel der Arztpraxen in Deutschland gelten – auch nur zum Teil – als barrierefrei. Das schränke die freie Arztwahl körperlich beeinträchtigter Menschen ein, moniert die Linke-Sozialexpertin Sabine Zimmermann. mehr »

Nichtstun ist gefährlich für Patientendaten

Nur noch wenige Tage, dann tritt die EU-Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Grund genug auch für Ärzte, sich die Prozesse der Datenverarbeitung anzuschauen und auf Sicherheit abzuklopfen. mehr »