Ärzte Zeitung online, 29.12.2009

Nur wenig Nebenwirkungen bei H1N1-Impfung in Schweden

Nur wenig Nebenwirkungen bei Schweinegrippe-Impfung in Schweden

UPPSALA (hub). Bis Anfang Dezember wurden etwa vier Millionen der etwas mehr als 9 Millionen Schweden gegen die Schweinegrippe geimpft. Bei der schwedischen Arzneimittelbehörde MPA sind fast 3000 Nebenwirkungsmeldungen aus dem Gesundheitswesen und von Verbrauchern eingegangen, teilt die MPA mit.

Das berichtete Muster der unerwünschten Wirkungen entspreche generell dem aus klinischen Studien, so die MPA. Ausnahmen seien allergische und neurologische Reaktionen. So seien 426 allergische Reaktionen von Angehörigen des Gesundheitswesens gemeldet worden. Bei 371 seien diese Reaktionen kurz nach der Impfung eingetreten. In den als schwerwiegend betrachteten Fällen seien Antihistaminika, Adrenalin oder Kortison gegeben worden. Bei allen Betroffenen seien die Hypersensitivitätsreaktionen innerhalb kurzer Zeit vollständig verschwunden, so die MPA weiter.

Bis Anfang Dezember wurden der schwedischen Behörde zudem 157 neurologische Reaktionen nach H1N1-Impfung gemeldet. Die meisten Reaktionen seien Kopfschmerzen, Parästhesie, Schwindel und Ohnmacht gewesen. Bei zwei Fällen von Gesichtslähmung wurde erachtet, dass diese eine mögliche Beziehung zur Impfung haben. 23 Reaktionen mit Krämpfen oder Epilepsie wurden berichtet, 20 davon bei Patienten jünger als 18 Jahre.

Aufgrund der hohen Zahl erfolgter Impfungen und der geringen Zahl unerwünschter Wirkungen schließt die MPA, dass die Sicherheit des eingesetzten Impfstoffs befriedigend ist. In Schweden wird generell mit Pandemrix® geimpft, auch Schwangere (wir berichteten).

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