Ärzte Zeitung online, 12.01.2010
 

Schweinegrippe-Impfung: Bundesländer sparen 133 Millionen Euro

Kompromiss mit Impfstoffhersteller erzielt / Ausreichend Vakzine für 30 Prozent der Bevölkerung vorhanden

HANNOVER (cben). Deutschland wird 16 Millionen Dosen des Impfstoffes Pandemrix® weniger abnehmen als mit dem Hersteller vereinbart worden war. Darauf haben sich am Dienstag in Hannover die Bundesländer mit dem Pharmahersteller GlaxoSmithKline geeinigt.

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Skeptischer Blick: Bettina Brennecke vom Impfstoffhersteller GSK bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Verhandlung mit den Ländervertretern.

Foto: © dpa - Bildfunk

Mit dem Kompromiss sparen die Bundesländer 133,3 Millionen Euro. Er sieht vor, dass die Länder 70 Prozent des bestellten Impfstoffes abnehmen. "In harten aber fairen Verhandlungen haben wir einen guten Kompromiss gefunden", sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin und Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz der Länder Mechthild Ross-Luttmann (CDU) am Dienstag in Hannover. "Wir sind sehr zufrieden".

Ziel der Verhandlungen sei es allerdings gewesen, 50 Prozent der Impfdosen nicht abnehmen zu müssen. Trotz der geringeren Abnahmemenge sei ausreichend Impfstoff vorhanden um 30 Prozent Bevölkerung weiter zu impfen.

Entscheidend ist und bleibt, dass die Länder weiterhin über ausreichend Impfstoff verfügen, um auch bei einem Wiederaufnehmen der Pandemie die Impfstoffvorsorge anbieten zu können, sagt Annette Widmann-Mauz, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium. Bettina Brennecke von GSK betonte: "Wir haben uns kulant gezeigt, auch wenn die Produktion des Impfstoffes in Dresden fast abgeschlossen ist." Es müsse klar sein, dass es Impfstoff nicht zum Nulltarif gebe, so Brennecke.

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