Ärzte Zeitung online, 15.04.2010

WHO-Bericht zu H1N1 in einem Jahr

GENF (dpa). Der Bericht einer unabhängigen Expertengruppe über den Umgang der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit der Schweinegrippe soll im Mai 2011 vorliegen. Das erklärte der Vorsitzende des Gruppe von 29 Wissenschaftlern, Professor Harvey Fineberg, am Mittwoch nach einer dreitägigen Tagung in Genf.

Ein Zwischenbericht der Untersuchung soll der WHO-Generalversammlung, dem höchsten Entscheidungsgremium der UN-Organisation, jedoch schon im Mai dieses Jahres vorgelegt werden.

Fineberg sagte, der Ausschuss werde sich mit allen Fragen im Zusammenhang mit der Handhabung der Pandemie durch die WHO befassen. WHO-Generaldirektorin Margaret Chan hatte am Montag umfangreiche Zusammenarbeit erklärt. "Wir wollen wissen, was gut lief. Wir wollen wissen, was schief lief und - idealerweise - warum." Der Umgang der Weltorganisation mit der im Frühjahr 2009 ausgebrochenen Pandemie war auf Kritik gestoßen. So hieß es etwa, die WHO habe überzogen reagiert, da das Ausmaß weitaus geringer war als zunächst angenommen.

Bisher wurden nach Laboranalysen weltweit etwa 17 500 Tote durch das mutierte Virus H1N1 nachgewiesen. Die Zahl könnte jedoch höher liegen. Allerdings wären dies weit weniger Opfer als normalerweise bei saisonalen Grippewellen.

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