Ärzte Zeitung, 04.06.2010

Priorisierung bei Pandemie ist nichts für Hausärzte

Priorisierung
bei Pandemie ist nichts für Hausärzte

BERLIN (hub). Anders als in den Pandemieplänen vorgesehen, erfolgte die H1N1-Impfung als Indikationsimpfung aufgrund individueller Risikoabwägung. Das habe für die Impfung durch Hausärzte gesprochen und gegen eine zentrale Impfung, heißt es in dem Tagungsbericht des RKI (Bundesgesundheitsbl 2010; 53: 510).

Die Erfahrungen im Herbst 2009 hätten auch gezeigt, dass eine staatlich zu verantwortende Priorisierung der Impfung bestimmter Funktionsträger - anders als bei medizinisch begründeter Indikationsstellung - kaum über die niedergelassene Ärzteschaft umzusetzen ist. Sofern die Priorisierung bestimmten Berufsgruppen entspricht, ließe sich diese über Betriebsärzte erreichen. Die Rolle der Niedergelassenen müsse künftig stärker in den Pandemie-Planungen berücksichtigt werden.

Lesen Sie dazu auch:
Gastbeitrag: Was aus der Influenzapandemie zu lernen ist
Schwere Defizite bei der Kommunikation
Priorisierung bei Pandemie ist nichts für Hausärzte
Zahl der H1N1-Impfungen ist noch immer im Dunkeln

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Quereinstieg zum Hausarzt – reicht ein Jahr Weiterbildung?

Der Deutsche Hausärzteverband warnt vor einer Verwässerung der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner. Ein Jahr Weiterbildung reiche nicht für Umsteiger aus der Klinik. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »