Ärzte Zeitung online, 03.11.2010

Schweinegrippe traf vor allem junge Menschen hart

Schweinegrippe traf vor allem junge Menschen hart

LOS ANGELES (hub). Kinder wurden von der Schweinegrippe besonders hart getroffen. Ein Viertel der Kinder, die wegen Schweinegrippe in die Klinik mussten, landeten auf der Intensivstation oder starben, berichtet das Gesundheitsministerium von Kalifornien.

Dabei war die Verlegung auf die Intensivstation oder Tod bei Kindern mit Herzerkrankung, Cerebralparese oder Entwicklungsstörungen wahrscheinlicher als bei Kindern ohne diese Konditionen. Das schreibt die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.

Ausgewertet wurden Daten von knapp 350 Kindern, die von April bis August 2009 wegen einer Infektion mit dem pandemischen H1N1-Virus in die Klinik mussten. Das mediane Alter lag bei sechs Jahren. In diesem Zeitraum lag die Rate der Klinikeinweisungen bei 3,5 pro 100 000 Kinder, viele davon waren jünger als sechs Monate.

Von den jungen Menschen, die schwer durch das neue H1N1-Virus erkrankten, waren 40 Prozent im Alter von 10 bis 18 Jahren. Als Ursache wird die nicht vorhandene Immunität bei Kindern und Jugendlichen vermutet.

Im Gegensatz zu ihnen hätten Ältere durch vorangegangene Impfungen mit unterschiedlichen H1N1-Stämmen oder Exposition zu den Viren einen gewissen Schutz auch vor Erkrankungen durch das Schweinegrippe-Virus gehabt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »

Rettungsgasse blockieren kostet 320 Euro

Länderkammer verschärft die Bußgeldhöhe, wenn Rettungsgassen nicht beachtet werden. mehr »

Palliativmedizin erfordert Zusatzqualifikation

Die Debatte um die Verpflichtung von Hausärzten zur Zusatzausbildung in Palliativmedizin schlägt hohe Wellen. In der KBV-Vertreterversammlung am Freitag wurde KBV-Vize Hofmeister nun grundsätzlich. mehr »