Ärzte Zeitung online, 07.08.2009

Lepra-Hilfswerk nimmt mehr Spenden ein

WÜRZBURG (dpa). Die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) hat im vergangenen Jahr rund 600 000 Euro mehr Spendengelder und Zuschüsse erhalten als ein Jahr zuvor. Insgesamt standen dem Verein knapp 12,7 Millionen Euro zur Verfügung, wie die DAHW am Freitag in Würzburg berichtete.

"Trotz der Finanzkrise sagen sich viele Menschen in Deutschland: Eigentlich geht es uns hier doch noch sehr gut", erklärte ein DAHW-Sprecher die gewachsene Spendenbereitschaft. Besonders stark hätten 2008 die Testamentsspenden zugenommen. Hierbei wurde die DAHW mit rund 2,6 Millionen Euro bedacht (2007: 1,7 Millionen Euro).

Besonders die Entwicklungs- und Schwellenländer treffe die weltweite Wirtschaftskrise hart: "Der zum Teil dramatische Preisanstieg für Grundnahrungsmittel verstärkt die Armut und schwächt viele Menschen, sodass sie anfälliger für Krankheiten wie Tuberkulose sind", erklärte DAHW-Geschäftsführer Burkard Kömm.

Weltweit erkranken jedes Jahr nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) rund 250 000 Menschen an der ansteckenden Krankheit Lepra - jeder zehnte neue Patient ist ein Kind. Die Tuberkulose ist laut RKI auch heute noch die weltweit am häufigsten zum Tode führende behandelbare Infektionskrankheit. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass alleine im Jahr 2006 weltweit rund 9,2 Millionen Menschen an Tuberkulose erkrankten, 1,7 Millionen Patienten starben an den Folgen.

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