Ärzte Zeitung online, 02.09.2009

Rindertuberkulose im Allgäu

SONTHOFEN (dpa). Bei einer Routinekontrolle ist im Allgäu ein Fall von Rindertuberkulose (TBC) aufgedeckt worden. Nach Angaben des Landratsamtes Oberallgäu vom Mittwoch sei die seltene Krankheit bei einem geschlachteten Rind in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Gunzesried im Landkreis Oberallgäu aufgetreten. Es seien sofort alle Vorsichtsmaßnahmen ergriffen worden, um eine Ausbreitung der Tuberkulose zu verhindern.

So seien alle frischen Milchprodukte einer Sennerei vernichtet und der dort produzierte Käse sichergestellt worden. Zusätzlich wurden wegen des Verdachts weiterer TBC-Fälle auf dem Bauernhof rund 40 Rinder getötet. Die Krankheit kann vom Rind auf den Menschen übertragen werden.

In Deutschland treten laut Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) jedes Jahr vereinzelt Fälle von Rindertuberkulose auf. "Der Fall ist ein kleines Warnzeichen, dass man alte Tierseuchen nicht ganz abschreiben kann, sondern Vorsicht geboten ist", sagte FLI-Sprecherin Elke Reinking. Deutschland gilt seit dem 1. Januar 1997 als frei von Rindertuberkulose. Nach der Definition der Weltorganisation für Tiergesundheit OIE bedeutet dies, dass mehr als 99,8 Prozent der Rinderbestände seit mehr als 10 Jahren amtlich anerkannt frei von Tuberkulose sind.

Topics
Schlagworte
Tuberkulose (324)
Panorama (33130)
Organisationen
TBC (9)
Krankheiten
Tuberkulose (906)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Vom Chefarzt zum Hausarzt-Assistenten

Selten dürfte es sein, wenn nicht einmalig: Dr. Roger Kuhn hat seinen Chefarztposten im Krankenhaus aufgegeben, um in einer Hausarztpraxis zu arbeiten – als Assistent. mehr »

Keine Notdienstpflicht für ermächtigte Krankenhausärzte

Muss ein ermächtigter Klinikarzt auch KV-Notdienst leisten? Nein, hat das Bundessozialgericht jetzt entschieden. mehr »

Wenn die Depressions-App zweimal klingelt

Smartphone-Apps könnten helfen, eine beginnende Depression oder ein hohes Suizidrisiko aufzuspüren. Lernfähige Algorithmen könnten ein verändertes Nutzerverhalten erkennen – und notfalls Alarm schlagen. mehr »