Ärzte Zeitung, 29.08.2005

Ehrlich-Institut plant Strategie gegen Vogelgrippe

HAMBURG (dpa). Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Johannes Löwer, hat sich gegen den Kauf einer in den USA entwickelten Vogelgrippe-Vakzine ausgesprochen.

"Der H5N1-Impfstoff, der gerade in Amerika getestet wird, würde der deutschen Bevölkerung im Pandemie-Fall alles andere als helfen", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Selbst wenn die Bundesregierung sofort 100 Millionen Euro in den Ankauf investierte, ließen sich "im Idealfall nur fünf Millionen Deutsche schützen". Im Auftrag der Regierung habe das Bundesinstitut für Sera und Impfstoffe in Langen daher eine alternative Strategie entwickelt: "Oberstes Ziel ist es, möglichst viel Pandemie-Impfstoff so schnell wie möglich herstellen zu können."

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Zufallsbefunde – Wer sucht, der findet

Bei der bildgebenden Diagnostik kann es vorkommen, dass unerwartet ein Befund jenseits des eigentlichen Anlasses auftaucht. Das sollte man den Patienten klarmachen – vorher. mehr »

Alternativszenario voller Sprengkraft

Bei einem Modellprojekt in Baden-Württemberg ist die sektorenübergreifende Versorgung durchgespielt worden. Der Abschlussbericht enthält Empfehlungen, die es in sich haben - und das Konfliktpotenzial deutlich machen. mehr »

Streit um "Strafgebühr" im Krankenhaus

KBV-Chef Gassen fordert für Patienten, die mit Bagatellerkrankungen in die Notfallambulanz der Kliniken kommen, eine Gebühr. Das hält die DKG für "schlicht falsch". Die Linke mutmaßt: "Notaufnahmen nur für Reiche"? mehr »