Ärzte Zeitung online, 12.11.2010

Vogelgrippe-Viren in Geflügel in Mecklenburg-Vorpommern entdeckt

SCHWERIN (dpa). Bei Enten und Gänsen eines Tierhalters in Mecklenburg-Vorpommern sind Geflügelgrippe-Viren festgestellt worden. Der Betrieb im Landkreis Parchim hat insgesamt 17 000 Tiere.

Eine Arbeitsgruppe des Agrarministeriums in Schwerin berät nun über das weitere Vorgehen. Das Virus vom Typ H5 sei nicht krankmachend. Es bestehe aber die Gefahr, dass es zu einem hochansteckenden Erreger mutiert. 2006 hatte ein solch gefährliches Virus Wildvögel und Nutztiere in Deutschland befallen.

Wie eine Sprecherin am Freitag sagte, könnten die betroffenen Tiere geschlachtet und vermarktet werden, da das Virus für Menschen unbedenklich sei. Die Tiere könnten aber auch getötet und entsorgt werden, um eine Übertragung auf anderes Geflügel zu verhindern.

Nach Angaben der Kreisverwaltung ist um den Betrieb ein Sperrgebiet von einem Kilometer eingerichtet worden. Der Betrieb nimmt nach Angaben des Ministeriums freiwillig am nationalen Monitoringprogramm für aviäre Influenza (Vogelgrippe) teil.

Die Viren seien im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Blutproben festgestellt und durch das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems als nationales Referenzlabor bestätigt worden. Das Vorliegen eines hochpathogenen Virus sei ausgeschlossen worden.

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