Ärzte Zeitung, 08.12.2016

Vogelgrippe

Tote Vögel melden, Geflügel durchgaren!

BERLIN. Die grassierenden Vogelgrippe-Erreger bergen nur ein sehr kleines Infektionsrisiko für Menschen, betont das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI). Trotzdem sei Vorsicht angebracht: Tote Vögel sollten nicht berührt und an Veterinärbehörden oder Ordnungsämter gemeldet werden.

Regional gibt es Verbote, Hunde und Katzen frei herumlaufen zulassen, damit diese den Erreger nicht verbreiten. Eine Übertragung von H5N8-Viren über infizierte Lebensmittel ist theoretisch möglich. Bei Lagerung und Zubereitung von Geflügel ist daher auf gute Hygiene zu achten: rohe Produkte und andere Lebensmittel getrennt lagern und zubereiten. Hände, Geräte und Oberflächen nach Zubereitung waschen. Das Fleisch ist gründlich zu garen, sodass es für mindestens zwei Minuten eine Kerntemperatur von 70 Grad erreicht.

Bei vergangenen Vogelgrippe-Epidemien mit H5N1- oder H7N9-Varianten wurde das Virus selten und fast ausschließlich über direkten Kontakt mit infiziertem, lebendem Geflügel übertragen. (dpa)

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