Ärzte Zeitung, 02.09.2008

Nach Genuss von Rohmilchkäse an FSME erkrankt

DÜSSELDORF (eb). Im österreichischen Vorarlberg sind vier Menschen an FSME erkrankt, nachdem sie Rohmilchkäse verzehrt hatten. Dieser stammte von Ziegen, die oberhalb von 1500 Metern gehalten wurden und von Zecken infiziert worden waren. Das meldet das Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf.

Die Übertragung des FSME-Virus durch infizierte Milch oder Milchprodukte kommt nur selten vor und war bisher nur aus den baltischen Staaten bekannt geworden. "Bisher galten zudem Gebiete in über 1350 Meter Höhe als zeckenfrei", so Privatdozent Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM.

In Österreich ist das FSME-Virus weit verbreitet. Die Gefahr, dort durch einen Zeckenstich infiziert zu werden, ist groß. Über 80 Prozent der Österreicher haben sich inzwischen vorsorglich impfen lassen. Dennoch erkrankten in diesem Jahr bereits 32 Menschen an der Virusinfektion, 2007 gab es 45 FSME-Erkrankungen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hepatitisviren lauern auf Fingernägeln und Nagelscheren

HBV-Infizierte sollten ihre Nagelscheren nicht mit anderen teilen – offenbar besteht ein Infektionsrisiko. Auch bei Zahnbürsten und Rasierapparaten gilt Vorsicht. mehr »

Infarktgefahr durch schnellen Anstieg von Stickoxiden

Hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft können unter anderem das Herzinfarktrisiko erhöhen. Aber auch ein schneller NO-Anstieg scheint gefährlich zu sein. mehr »

Viele Typ-1-Diabetiker erkranken erst im Alter über 30

Typ-1-Diabetes manifestiert sich offenbar öfter im mittleren Alter als bisher gedacht. Dafür spricht eine Analyse von Risikogenen bei britischen Patienten. mehr »