Ärzte Zeitung, 23.03.2011

Plädoyer für eine Verstärkung der FSME-Prophylaxe

WIESBADEN (ner). Zwar ist die Zahl der FSME-Erkrankungen in Deutschland im vergangenen Jahr wieder etwas gesunken. Dennoch müsse in den Risikogebieten mehr geimpft werden als bisher, fordert Professor Hans-Walter Pfister aus München.

War die Rate noch 2009 mit 313 gemeldeten FSME-Erkrankungen um acht Prozent höher gewesen als im Vorjahr, gab es 2010 nur noch 260 Patienten (Epid Bull 2011; 3: 22). Der Neurologe wies beim Neuro Update in Wiesbaden darauf hin, dass sich bei der Zeckenpopulation nichts geändert habe. Die Infektionsraten hingen auch vom Freizeitverhalten der Bürger ab.

Ein hohes FSME-Infektionsrisiko besteht vor allem in vielen Landkreisen Baden-Württembergs und Bayerns sowie in Gebieten von Südhessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz.

"Eine Ausbreitung in nördlichere Regionen über Südhessen und Thüringen hinaus wurde nicht beobachtet", berichtete Pfister. Seiner Meinung nach müsse über das Infektionsrisiko weiter aufgeklärt werden, um hohe Impfraten zu erreichen.

In Österreich lägen sie bei über 90 Prozent. Empfohlen wird die Impfung exponierten Menschen in Risikogebieten, zum Beispiel Forstarbeitern oder auch Laborangestellten.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »