Ärzte Zeitung online, 10.05.2011

FSME: Fälle in Süddeutschland aufgetreten

HANNOVER/STUTTGART (dpa). In Süddeutschland sind in diesem Jahr bereits die ersten Menschen an FSME erkrankt, das von Zecken übertragen wird.

Im April und Mai zählte allein das Landesgesundheitsamt in Baden-Württemberg insgesamt sieben Erkrankte, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag (10. Mai).

2010 registrierte das Robert Koch-Institut deutschlandweit 260 Fälle.

Bislang verläuft die FSME-Grenze in etwa entlang einer Linie durch Südhessen und Südthüringen. Als einziger Kreis kam 2010 der Stadtkreis Offenbach zu den Risikogebieten hinzu.

Infektionsrisiko auch in Niedersachsen

Doch auch in Niedersachsen lasse sich ein Infektionsrisiko nicht mit Sicherheit ausschließen, erläuterte der Virologe Dr. Masyar Monazahian vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt bei einem Expertengespräch in Hannover. Bisher seien aber nur einzelne Fälle bekannt.

Spätestens drei Wochen vor Reisen in Risikogebiete wie Süddeutschland, Österreich, aber auch Osteuropa sei eine Impfung unbedingt empfehlenswert, sagte der Facharzt für Innere Medizin, Dr. Ulf Werner, aus Hannover.

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