Ärzte Zeitung, 29.09.2004

Detailreiche Gefäßbilder

HEIDELBERG (ple). Mit einem neuen , hochauflösenden bildgebenden Verfahren lassen sich besser als bisher Tumoren mit ihren Gefäßen im lebenden Körper abbilden. Besser bedeutet, die Bilder sind detailreicher und plastischer und werden rasch erzeugt.

Wie Forscher aus Heidelberg und Gießen berichten, die die volumetrische Computertomographie (VCT) im Tierversuch zur Abbildung von Tumoren erprobt haben, haben die erzeugten Bilder eine bessere Qualität als jene, die durch eine kontrastverstärkte Magnetresonanz-Angiographie gewonnen werden. Über ihre Versuchsergebnisse bei Mäusen berichtet die Arbeitsgruppe um Dr. Fabian Kiessling vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg (Nat Med-Online).

Nach Angaben der Forscher lassen sich mit der VCT bei Mäusen innerhalb von 16 Sekunden sogar noch Gefäße erkennen, die nur einen Durchmesser von 50 Mikrometer haben. Mit den meisten bisherigen Verfahren werden nur Gefäße mit einem Durchmesser von mindestens 100 Mikrometer aufgespürt.

Darüber hinaus läßt sich mit dem Verfahren offenbar nekrotisches von vitalem Gewebe gut unterscheiden. Die Wissenschaftler halten die VCT für die präklinische Erforschung der Tumor-Angiogenese und von antiangiogenetischen Therapie-Ansätzen für ein vielversprechendes Instrument.

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