Ärzte Zeitung, 27.04.2005

Kehlkopflose bevorzugen Prothesenstimme

LEIPZIG (eb). Nutzen Patienten nach Laryngektomie eher die Ösophagusstimme oder Sprechhilfen? Unter anderem um diese Frage zu klären, erhoben Wissenschaftler der Universität Leipzig Daten von etwa 300 Patienten nach Laryngektomie. Erste Ergebnisse liegen jetzt vor.

Ein Gruppe bildeten Patienten, die in den vergangenen 20 Jahren laryngektomiert wurden. Gut jeder zweite von ihnen benutzt die Ösophagusstimme, bei der Luft in die Speiseröhre geatmet und gezielt zur Wortbildung wieder abgegeben wird (Rülpsstimme).

Aktuell operierte Patienten bevorzugen dagegen elektronische Sprechhilfen, die an den Hals gehalten werden, oder kleine Prothesen zwischen Luft- und Speiseröhre. Der Trend geht also zur Prothesenstimme. Die Studienergebnisse werden am 1. Juni 2005 bei einem Patientenforum in Leipzig vorgestellt.

An Kehlkopf- oder Rachenkrebs erkranken in Deutschland jährlich etwa 2 700 Männer und 440 Frauen. Die Zahl der Kehlkopflosen wird in der Bundesrepublik auf etwa 20  000 geschätzt.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Lindert eine Lichtdusche Rückenschmerzen?

In einer Pilotstudie fanden US-Forscher Hinweise, dass Licht subjektive Schmerzen lindert. Eine morgendliche Lichtdusche könnte gegen chronische Rückenschmerzen helfen. mehr »

VR-Brille anstatt Zigarette

Eine Virtual-Reality-Anwendung soll Raucher vom Glimmstängel wegbringen. Die Idee: Sie lernen virtuell ihren Raucher-Impuls zu kontrollieren. mehr »

Konzept der e-Patientenakte steht

Die ePA nimmt Formen an. Ärzte, Kassen und gematik haben sich auf ein Vorgehen zur Gestaltung der ePA geeinigt. Die Industrie bleib vorerst außen vor. mehr »