Ärzte Zeitung, 17.03.2006

Schauspieler lesen für Krebspatienten

Das bundesweite Projekt "Cinema for Life" setzt Freude gegen Trauer und Schmerz

NEU-ISENBURG (Smi). "Cinema for Life" ist der Titel einer bundesweiten Projektreihe, die von der Schauspielerin und ehemaligen Krebspatientin Isabella Schmid ins Leben gerufen worden ist. Zusammen mit Schauspielerkollegen liest sie in Krankenhäusern für Krebspatienten und deren Angehörige.

Isabella Schmid und ihre Kollegen wollen "Lichtblicke" geben, so daß die Betroffenen zumindest vorübergehend Freude und Entspannung statt Krankheit, Trauer und Schmerz erleben. Die nächsten Termine sind am 26. März im ICC Berlin (Haupteingang Nord, Saal 8), hier geht es um "EiferSucht", und am 27. März in der Universitätsklinik München-Großhadern (Hörsaal II), wo "Picassos Frauen Teil III" aufgeführt wird. Der Beginn ist jeweils um 15 Uhr.

Auch auf die Möglichkeiten der Psycho-Onkologie soll mit den Veranstaltungen aufmerksam gemacht werden. Jährlich erkranken in Deutschland knapp 400 000 Menschen an Krebs. Viele erschüttert die Diagnose so sehr, daß sie sich völlig zurückziehen. "Cinema for Life" will Wege aufzeigen, die aus der Passivität, Entmutigung und Angst herausführen. Ziel ist es, den Patienten positive Grundhaltungen und eigenverantwortliches Handeln aufzuzeigen.

Die Komödie "EiferSucht", die am 26. März im Berliner ICC gezeigt wird, ist laut Untertitel "Ein Drama für drei Faxmaschinen". Ursela Monn, Gerit Kling und Isabella Schmid spielen drei Frauen, die in einem Hochhaus in einer deutschen Großstadt leben. Alle drei lieben denselben Mann. Nicht immer auf nette Weise halten sie sich per Faxgerät darüber auf dem Laufenden, wer gerade die besten Karten hat...

Bei "Picassos Frauen" handelt es sich um ein eigentlich dreiteiliges Stück, dessen Teile aber in sich abgeschlossen sind. Im dritten Teil, der am 27. März in der Uniklinik Großhadern zu sehen ist, präsentieren sich die Schauspielerinnen Magdalena Artelt und Ana Filipovic als Musen des großen Künstlers.

Beteiligt an dem Benefizprojekt "Cinema for Life" sind darüber hinaus auch die Schauspieler Hannes Jaenicke, Leonard Lansink, Katy Karrenbauer, Barbara Geiger, Hendrik Borgmann, Holger Hauer und Jochen Busse. Unterstützt werden die Veranstaltungen von den Vereinen lebensmut (München) und LebensWert (Köln), die sich beide für Krebspatienten engagieren, der Berliner Charité sowie dem Arzneimittel-Hersteller AstraZeneca aus Wedel.

Weitere Informationen im Internet unter www.cinema-for-life.com

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