Ärzte Zeitung, 29.08.2006

Lavendel-Duft gegen Streß

US-Krebszentrum setzt Aromatherapie ein

Aromatherapie: Eine Frau inhaliert den beruhigenden Duft ätherischer Öle. Foto: imago

HOUSTON (ug). Ein duftendes Taschentuch kann Patienten vor einer Untersuchung beruhigen - Aromatherapie ist mehr als Wellness. Im M.-D.-Anderson-Krebszentrum der University of Texas in Houston wird Aromatherapie gezielt eingesetzt, auch als komplementäre Therapie.

Krebspatienten wird ein Kurs angeboten, in dem sie alles über die Wirkung der Duftöle lernen, teilt die US-Universität mit. Die Düfte könnten dem Organismus Energie zufügen und so helfen, Infektionen abzuwehren, so Cherie Perez, die diese Kurse leitet. Ätherischen Öle können auf die Haut aufgetragen, intensivere Öle Massageölen, Lotiones oder dem Badewasser zugefügt werden.

Gegen Streß und zur Linderung von Schmerzen werden in Houston fünf Öle eingesetzt:

  • Lavendelöl hilft bei Schlafbeschwerden, Migräne, Streß.
  • Rosmarinöl lindert Muskelschmerzen und hilft bei Hypotonie sowie kalten Händen und Füßen.
  • Das Öl der Grünen Minze ist verdauungsfördernd und schafft bei Übelkeit und Erbrechen Erleichterung.
  • Lorbeer- und Ylang-Ylang-Öl sind besonders bei Männern beliebt. Beide Öle helfen bei Hautausschlägen, rheumatischen und Magenbeschwerden.

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