Ärzte Zeitung, 28.02.2008

Krebsstammzelle im Pankreas-Ca nachgewiesen

BERLIN (ple). Münchner Wissenschaftler haben erstmals im Gewebe von Pankreastumoren, die chemotherapieresistent sind, Krebsstammzellen nachgewiesen. Mit Substanzen wie Rapamycin ließ sich die Chemotherapie-Resistenz überwinden.

Die Krebsstammzellen in Pankreas-Ca-Gewebe haben Wissenschaftler um Privatdozentin Christiane Bruns von der Chirurgischen Universitätsklinik und Poliklinik am Klinikum Großhadern mit Hilfe des Markers CD133 entdeckt. Wie die Arbeitsgruppe um Bruns beim Deutschen Krebskongress in Berlin berichtet hat, enthielten vor allem jene Zell-Linien, die gegen das Zytostatikum 5-Fluorouracil (5-FU) resistent waren, die meisten Krebsstammzellen.

Um zu prüfen, gegen welche Präparate die resistenten Zellen doch noch empfindlich sind, verpflanzten die Forscher die Zellen in Pankreata von immungeschwächten Mäusen und behandelten die Tiere mit einer Kombinationstherapie. Mit einer Kombination aus 5-FU und dem Immunsuppressivum Rapamycin oder dem Alkaloid Cyclopamin gelang es, die Tumormasse drastisch zu verringern.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

O-Saft senkt das Gicht-Risiko - und hält schlank

Vom Saulus zum Paulus: Galten Fruchtsäfte einst als gesunde Getränke, verbannen heute sogar manche Schulen die süßen Säfte. Forscher brechen jetzt eine Lanze für Orangensaft. mehr »

SmED hilft, künftig Notfälle richtig einzuschätzen

Die Notfallversorgung startet ins digitale Zeitalter: Am Montag hat die KBV ein softwarebasiertes Instrument zur Begutachtung von Notfallpatienten vorgestellt. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »