Ärzte Zeitung online, 20.08.2008
 

Wissenschaftler warnt vor Panik: "Ich esse Pommes auch weiterhin"

MÜNCHEN/DORTMUND (dpa). Der Autor der Studie zu krebserregendem Glycidamid in Pommes frites hat nach entsprechenden Schlagzeilen vor Panik gewarnt. "Wir haben in Pommes und Chips nur sehr geringe Konzentrationen von Glycidamid gefunden", sagte der Lebensmittelchemiker Dr. Michael Granvogl von der Technischen Universität München.

"Wir reden hier von 0,5 bis 1,5 Mikrogramm pro Kilo - es geht um ein Millionstel Gramm. Bei diesen Konzentrationen geben Toxikologen Entwarnung", so Granvogel zu den "Ruhr Nachrichten."

Granvogl hatte in der Studie erstmals die krebserregende Substanz in erhitzten Lebensmitteln wie Pommes frites oder Chips nachgewiesen. "Ich esse jedenfalls Pommes auch weiterhin", betonte der Wissenschaftler. "Und wenn jemand zwei Tüten Chips am Tag isst, dann ist das Ungesunde daran sicher nicht das Glycidamid, sondern schon eher der Fettgehalt der Chips."

Lesen Sie auch:
Glycidamid - neuer Krebsauslöser in Pommes frites und Chips entdeckt

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Ebola-Überlebende auch 40 Jahre später noch immun

Eine Forscherin machte sich auf die Suche nach den Überlebenden des ersten Ebola-Ausbruchs – und verspricht sich davon wichtige Erkenntnisse. mehr »

Inhalatives Steroid bei Kindern – Keine falsche Zurückhaltung!

Die Angst vor Frakturen sollte bei asthmakranken Kindern kein Grund gegen die Kortisoninhalation sein. Zurückhaltung könnte sogar den gegenteiligen Effekt haben. mehr »

Ibuprofen plus Paracetamol so effektiv wie Opioide

Es müssen keine Opioide sein: OTC-Analgetika wirken bei Schmerzen in den Gliedmaßen ähnlich gut wie Opioide, so eine US-Studie. mehr »