Ärzte Zeitung online, 05.11.2008
 

Krebsforscher und Verbraucherzentrale sind gegen Schoko-Zigaretten

BERLIN/HEIDELBERG (dpa). Zigaretten aus Schokolade oder anderen Süßigkeiten sollen nach Meinung von Verbraucherschützern und Krebsforschern per Gesetz verboten werden. Die in Supermärkten oder Kiosken erhältlichen Kinderzigaretten brächten den Nachwuchs dazu, das Rauchen als harmloses Vergnügen anzusehen

Davor warnten das Deutsche Krebsforschungszentrum (Heidelberg) und der Verbraucherzentrale Bundesverband (Berlin) am Dienstag. Bei Zwölfjährigen, die Schokozigaretten konsumierten, habe sich die Wahrscheinlichkeit, später selbst Raucher zu werden, unabhängig vom Rauchverhalten der Eltern verdoppelt, zitieren die Ärzte und Verbraucherschützer eine US-amerikanische Studie. Dafür waren 2005 und 2006 fast 26 000 Erwachsene befragt worden.

Freiwillige Vereinbarungen seien lückenhaft, nur ein gesetzliches Verbot gewähre sicheren Schutz, hieß es in Berlin. In anderen europäischen Ländern wie Großbritannien, Finnland, Norwegen und Irland sind die Zigaretten-Süßigkeiten bereits verboten.

www.tabakkontrolle.de

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