Ärzte Zeitung online, 27.02.2009

Umweltministerium prüft belastete Schafleber

BERLIN (dpa). Nach dem Fund dioxinbelasteter Schafleber in mehreren Bundesländern prüft das Bundesumweltministerium eine landesweite Warnung vor dem Essen dieser Innereien. Die Ursache für die Belastung sei noch unklar, erklärte das Umweltministerium in Berlin.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung werde in den kommenden sechs Wochen klären, ob es eine bundesweite Empfehlung für den eingeschränkten Verzehr von Schafleber geben solle. Dioxin gilt als krebserregend. Bei Schaffleisch gibt es im Gegensatz zur Leber nach Auskunft des Ministeriums keine Bedenken.

Proben von mit Dioxin und dem dioxinähnlichen PCB belasteter Schafleber waren zunächst in Norddeutschland aufgetaucht (wir berichteten). Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern warnen dem Ministerium zufolge bereits vorsorglich vor dem Verzehr von Schafleber und daraus hergestellten Produkten.

Niedersachsen strebt ein europaweites Verkaufsverbot an. Bei einem Bund-Länder-Gespräch zum Thema hätten nun auch Bayern und Nordrhein-Westfalen erhöhte Werte gemeldet, berichtete das Bundesumweltministerium. Dies zeige, dass es sich nicht um ein regionales Problem handele.

Lesen Sie dazu auch:
Niedersachsen will Verkauf von Schafsleber verbieten
Agrarministerien rätseln über erhöhte Dioxinwerte in Schafsleber

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