Ärzte Zeitung online, 04.08.2009

Kinderkrebsregister wird ausgeweitet

MAINZ(dpa). In Deutschland sollen künftig auch Krebserkrankungen älterer Jugendlicher erfasst werden. Vom Jahr 2010 an werde das Deutsche Kinderkrebsregister (DKKR) die Daten aller krebskranken Kinder und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr aufnehmen, teilte die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität am Montag in Mainz mit. Bislang galt dies nur für Kranke bis zu 15 Jahren.

Die Erweiterung hätten die Gesundheitsminister der Länder beschlossen, bei denen das DKKR angesiedelt ist. Krebskranke ab 18 Jahren werden von den Krebsregistern der Länder erfasst.

Die Gesundheitsministerkonferenz hat für die Erweiterung 213 000 Euro zusätzliche Mittel für das DKKR bewilligt. Davon sollen zusätzliche Dokumentarstellen geschaffen werden. Die Dokumentare befragen ehemals Krebskranke zu Langzeitfolgen wie Nierenproblemen oder Herzinsuffizienz. Ziel ist es, mit Hilfe der erhobenen Daten Therapien zu entwickeln, welche die Langzeitschäden mildern.

Im Deutschen Kinderkrebsregister in Mainz werden seit 1980 - aus den neuen Bundesländern seit 1991 - Krebserkrankungen von Kindern und Jugendlichen registriert.

www.kinderkrebsregister.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »