Ärzte Zeitung, 24.02.2010

Onkologie im Aufwind

Kommentar

Onkologie im Aufwind

Von Peter Leiner

Die Onkologie ist im Aufwind. Das ist auch beim am Mittwoch beginnenden Deutschen Krebskongress in Berlin zu spüren. Zum einen werden neue Therapie-Optionen vorgestellt, die erkennen lassen, dass schon jetzt immer mehr Krebskranke eine personalisierte Therapie erhalten: Anhand von Biomarkern wird vor der Behandlung geprüft, ob der Patient auf das Krebsmedikament ansprechen wird. Bereits gut erprobtes Beispiel ist die Therapie mit dem Antikörper Cetuximab anhand des Ergebnisses eines Tests auf den Biomarker k-ras. Das wird das Therapieergebnis verbessern und nicht zuletzt die Kosten in der onkologischen Versorgung verringern.

Zum anderen wird angesichts der immer größer werdenden Zahl der Krebspatienten verstärkt versucht, dem Nachwuchsmangel unter den Onkologen noch stärker als bisher entgegen zu steuern. Auch da hat der Kongress etwas zu bieten, zum Beispiel mit einer Junior-Akademie. In diesem Teil des Kongresses wird eine fachspezifische Weiterbildung auf hohem Niveau angeboten. Dem onkologischen Nachwuchs sollen zudem konkrete Karriereoptionen präsentiert werden.

Der diesjährige Deutsche Krebskongress hat das Potenzial, den Aufwind zu verstärken.

Lesen Sie dazu auch das Interview:
"Das Prinzip Gießkanne hat bei der Behandlung von Krebspatienten ausgedient"

Lesen Sie dazu auch:
Krebsprävention rückt in den Blick der Onkologen

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Galenus-Gala 2018 – Das sind die Gewinner

Was zeichnet innovative Arzneimittelforschung aus? Vier Medikamente und eine Forschergruppe erhalten den Galenus-von-Pergamon-Preis 2018. Für beispielhaftes soziales Engagement wurde zudem der CharityAward verliehen. mehr »

Spahn kritisiert Stimmungsmache der Ärzte

Die Ärzte sind verärgert über Spahns Versorgungsgesetz. Der Gesundheitsminister stellt gegenüber der "Ärzte Zeitung" irritiert klar: Die KBV hat am Gesetz mitgearbeitet. mehr »

Glücklich und zufrieden mit dem Job

Ärzte und Psychotherapeuten arbeiten gerne in ihrem Beruf und würden ihn wieder ergreifen. Der Ärztemonitor zeigt auch: So viele Ärzte wie nie zuvor sind zufrieden mit der wirtschaftlichen Situation. mehr »