Ärzte Zeitung online, 02.10.2010

Pankreas-Ca: Haut und KRAS-Status geben Hinweise auf Therapieansprechen

Pankreas-Ca: Haut und KRAS-Status geben Hinweise auf Therapieansprechen

BERLIN (gvg). Bei Patienten mit fortgeschrittenem Pankreaskarzinom können Hautausschläge (Rash) und KRAS-Mutationen Hinweise geben, wie wahrscheinlich ein Therapieansprechen ist. Daten dazu lieferte die AIO-PK0104-Studie, die bei der DGHO-Jahrestagung vorgestellt wurde.

Das Hauptergebnis der AIO-PK0104-Studie der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO) war der Beleg für die Nichtunterlegenheit einer Therapiesequenz aus Capecitabin/Erlotinib in der Erstlinie gefolgt von Gemcitabin in der Zweitlinie. Verglichen wurde mit einer als Standard gesetzten Sequenz von Gemcitabin/Erlotinib in der Erstlinie gefolgt von Capecitabin in der Zweitlinie. Im Ergebnis waren die Zeit bis zum Therapieversagen und das mediane Gesamtüberleben nicht signifikant unterschiedlich (4,4/6,9 Monate bei Capecitabin/Erlotinib-Gemcitabin beziehungsweise 4,2/6,6 Monate bei Gemcitabin/Erlotinib-Capecitabin).

Zusätzlich zum Effektivitätsendpunkt wurde auch der Einfluss von Prognosefaktoren auf das Therapieansprechen untersucht. "Die von anderen bereits beschriebene Assoziation zwischen dem Auftreten eines Rash und dem Therapieansprechen bei Erlotinib-haltigen Therapien konnten wir voll bestätigen", sagte Dr. Stefan Böck von der Medizinischen Klinik 3 am Universitätsklinikum München.

So lag das Gesamtüberleben bei jenen Patienten, die unter Erlotinib-Therapie einen Rash entwickelten, bei 8,7 Monaten, unabhängig von der Art der Sequenz und dem jeweils gewählten Kombinationspartner. Bei Patienten ohne Rash waren es nur 3,7 Monate.

Auch der KRAS-Mutationsstatus korrelierte mit dem Therapieansprechen beziehungsweise mit der Prognose in dieser Therapieoptimierungsstudie. Patienten, bei denen im Tumorgewebe der KRAS-Wildtyp nachgewiesen wurde, überlebten im Median 8 Monate. Lagen KRAS-Mutationen vor, waren es 6,6 Monate. Insgesamt wiesen 70 Prozent der 208 ausgewerteten Tumorproben KRAS-Mutationen auf.

Lesen Sie dazu auch:
Pankreas-Ca: Therapie-Sequenzen in AIO-Studie ähnlich wirksam

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