Ärzte Zeitung, 24.02.2011

Krebsstammzellen als Richtschnur für die Bestrahlung?

BERLIN (eb). Durch Bestrahlung von Krebspatienten in zu niedrigen Dosen werden nicht alle Krebsstammzellen vernichtet. Mit einer neuen Methode lässt sich nun die Zahl der Krebsstammzellen im Tumor bestimmen und eine Aussage über die Prognose machen.

Denn: "Eine aktuelle Studie aus den Niederlanden mit Patienten mit Kehlkopftumoren zeigt, dass mit der Zahl der Stammzellen auch die Wahrscheinlichkeit für ein Rezidiv nach der Bestrahlung steigt", so Professor Michael Baumann aus Dresden. Patienten mit wenigen Stammzellen seien dagegen in der Studie geheilt worden.

Bei der Methode wird das Molekül CD44 durch eine spezifische Färbung nachgewiesen. Das Molekül ist ein Marker für Tumorstammzellen, wie es in einer Mitteilung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) heißt.

"Künftig können wir möglicherweise nach einer Probeentnahme aus dem Tumor die Zahl der Stammzellen prüfen und die Strahlentherapie danach ausrichten", so DEGRO-Präsidentin Professor Rita Engenhart-Cabillic.

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