Ärzte Zeitung, 30.05.2011

Rauchstopp ist unverzichtbar vor Transplantation

HEIDELBERG (hub). Nach einer Herz- oder Lungentransplantation nimmt über ein Drittel der Patienten den Tabakkonsum wieder auf. "Dieses Verhalten erhöht die Morbidität und die Mortalität der Patienten", sagte Dr. Martina Pötschke-Langer vom DKFZ zur "Ärzte Zeitung".

Die Überweisung von Rauchern zu einer kompetenten Raucherberatung müsse fester Bestandteil transplantationsmedizinischer Standardvorgehensweisen werden, so die Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention.

Zu den Auswirkungen des Rauchens auf den Op-Erfolg zählt Pötschke-Langer besonders die verminderte Wundheilung, Wundinfektionen und kardiopulmonale Komplikationen.

So hätten Raucher ein rund dreimal so hohes Risiko für eine verzögerte Wundheilung wie Nichtraucher, das Risiko für eine Wund- und Lappennekrose sei drei bis sechsmal so hoch - je nach der Menge konsumierter Zigaretten. Auch benötigten Raucher häufiger eine postoperative Intensivbehandlung.

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