Ärzte Zeitung, 07.06.2011

Broschüren zum Thema Krebs und Sexualität

HEIDELBERG (eb). Krebs hinterlässt Spuren, am Körper und an der Seele. Die Erkrankung selbst wie auch Krebstherapien wirken sich auf viele Lebensbereiche aus. Auch Intimleben und Sexualität können beeinträchtigt werden, "vom Kopf her" und körperlich.

Junge Betroffene beschäftigt zudem die Frage, ob ein Kinderwunsch später noch zu erfüllen sein wird. Dies belastet viele Patienten ebenso wie ihre Partner sehr. Aus Scham werden jedoch solche Probleme oft nicht angesprochen, und auch Ärzte thematisieren die Sexualität selten von sich aus.

Der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) greift dieses Tabuthema mit der Herausgabe von zwei Ratgebern auf: einem zur weiblichen und einem weiteren zur männlichen Sexualität bei und nach einer Krebserkrankung, teilt das DKFZ mit.

Antworten und Empfehlungen

Betroffenen und ihren Partnern bieten die Broschüren neben sachlichen und zugleich einfühlsamen Darstellungen von Ursachen und Zusammenhängen Antworten auf häufige Fragen zu Krebs, Sexualität, Mutterschaft und Vaterschaft sowie Empfehlungen bei häufigen Problemen, jeweils spezifisch für Frauen und Männer.

Auch möchten sie dazu anregen, die eigenen Vorstellungen und Wünsche für sich selbst zu formulieren, das Gespräch mit dem Partner zu suchen und bei Bedarf professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. Ansprechpartner und Anlaufstellen sind im Anhang genannt.

Die kostenfreien Broschüren "Weibliche Sexualität und Krebs" sowie "Männliche Sexualität und Krebs" können beim KID angefordert und von den Internetseiten heruntergeladen werden.

E-Mail: sekretariat-kid@dkfz.de

www.krebsinformationsdienst.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Kinderschutzhotline - Heißer Draht zu Ärzten

Über den Verdacht auf Kindesmissbrauch sprechen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen: Das ermöglicht seit 2017 die Medizinische Kinderschutzhotline - eine Zwischenbilanz. mehr »

Hypertonie vor 40. Lebensjahr ist riskant

Junge Erwachsene, die einen erhöhten Blutdruck gemäß den US-amerikanischen Leitlinien von 2017 entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als Normotoniker. mehr »

Computervirus legt Klinik lahm

Das bayerische Klinikum Fürstenfeldbruck ist von einem Computervirus lahmgelegt worden. Es hatte sich daher auch von der Integrierten Leitstelle des Landkreises abgemeldet und nur dringende Notfälle aufgenommen. mehr »