Ärzte Zeitung, 29.09.2011

Hautkrebsscreening senkt Mortalitätsrate

BERLIN (af). Das 2008 in Deutschland eingeführte Hauskrebsscreening ist eine Erfolgsgeschichte.

Die inzwischen 35.000 Haus- und 3000 Hautärzte, die für das Screening geschult seien, hätten in der Zwischenzeit 180.000 leichtere Fälle und 28.000 Melanome entdeckt, sagte der Screeningexperte Professor Eckhard Breitbart bei einem von dem dänischen Unternehmen Leopharma ausgerichteten parlamentarischen Abend.

In Deutschland nehme daher die Zahl der Hautkrebstoten ab, sagte Professor Eggert Stockfleth von der Berliner Charité. Bislang seien 31 Prozent der 44 Millionen Anspruchsberechtigten untersucht.

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[12.10.2011, 22:17:16]
Dr. Michael D. Lütgemeier 
Extrapolation
Kann sich keiner der Herren vorstellen, daß zu Anfang alle diejenigen seit Vergangenheit bereits existenten Basaliome per "Früherkennung" etc. gesehen werden und dann die Zahl der NEU- Erkrankungen "plötzlich" stark abnehmen wird? Wie lange wird es dauern bis es die Ausgabe nicht mehr lohnt die wenigen echt NEU entstandenen/entstehenden Melanome NUR durch das Screening zu entdecken? Blödsinnige tumbe Statistiken und "Evaluationen" von Daten vergangener Erkrankungen in die ZUkunft zu extrapolieren zeichnen das traurige Bild der deutschen Experten. Und immer muß die GKV für die blinden Versuche herhalten damit es möglichst wenig echtes Geld kostet. Jeder Mensch kann auf eigene Kosten zur Vorsorge gehen, da kann man sich den gesamten Verwaltungs- und bürokratischen Aufwand drumherum getrost sparen. Das Drumrum wird am Ende teurer als das ganze Programm. Aber die Herren Experten müssen ja was zu tun haben- für mich steht das Ergebnis allerdings schon fest. Warten wir es ab, mit welchen Begründungen es in einigen Jahren der Bevölkerung verkauft werden wird, wenn die "plötzlich" sinkenden Tumorraten auf dem Papier stehen. Vielleicht sind es ja dann die Sonnenflecken, die die UV-Strahlung vermindert haben. Am einfachsten wird es sein, die Ursache in einem veränderten Sonnenexpositionsverhalten der Bevölkerung >infolge der guten Aufklärungsarbeit< zu sehen. Und das nennt sich dann wahrscheinlich evidenzbasiert. Weiter so ! zum Beitrag »

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