Ärzte Zeitung, 07.04.2012

Arbeit zu Weichgewebstumoren ausgezeichnet

BOCHUM (eb). Professor Lars Steinsträßer von der Ruhr-Universität Bochum ist mit dem diesjährigen PharmaMar-Wissenschaftspreis Weichgewebssarkome ausgezeichnet worden.

Er erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Preis für seine Forschungsarbeit zu einem neuen Therapieansatz bei bösartigen Weichgewebstumoren (Sarkome).

Im Mittelpunkt der Studie stehen sogenannte Effektormoleküle des angeborenen Immunsystems, die genutzt werden könnten, um Sarkomzellen gezielt zu bekämpfen.

Diese auch als Host Defense Peptide bezeichneten Eiweiße sorgen für die wirksame Bekämpfung von Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen und Viren.

Eiweiße können Sarkomzellen frühzeitig angreifen

In seiner Studie hat der Leitende Arzt der Klinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte des Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikums Bergmannsheil gezeigt, dass diese Eiweiße im wissenschaftlichen Versuch auch Sarkomzellen frühzeitig erkennen und angreifen können.

Das Wissen um diesen Funktionsmechanismus könnte dazu beitragen, natürliche oder synthetische Peptide so zu konfigurieren, dass sie zu wirksamen Therapien für Sarkompatienten entwickelt werden könnten, teilt die Ruhr-Universität Bochum mit.

Der PharmaMar-Wissenschaftspreis Weichgewebssarkome ist bereits zum vierten Mal verliehen worden.

Topics
Schlagworte
Krebs (10361)
Onkologie (7877)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Welche Gesundheitspolitiker bleiben im Bundestag?

So sehr sich der Bundestag verändert - viele aus der Gesundheitspolitik vertraute Gesichter werden vermutlich wieder im Gesundheitsausschuss arbeiten. Eine Auswahl. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »