Ärzte Zeitung, 05.07.2012

Nachbarzellen wehren Arzneien vom Tumor ab

CAMBRIDGE/USA (dpa). Bisher haben Forscher immer im Tumor selbst nach Substanzen gesucht, die ihn gegen Krebsmedikamente resistent machen.

Nun jedoch haben Wissenschaftler aus Cambridge/Massachusetts entdeckt, dass es Nachbarzellen des Tumors sind, die bewirken, dass die Arzneien nicht mehr so gut wirken.

Der Trick der Zellen: Sie sondern schützende Substanzen wie den Hepatozytenwachstumsfaktor ab (Nature 2012, online 4. Juli).

Bei Formen des schwarzen Hautkrebs hat das Resultat womöglich Folgen für die Therapie: Die Autoren raten, bei Resistenz eine Kombination zweier Wirkstoffe zu testen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Nervenärzte schlagen Alarm

Der Spitzenverband ZNS ist besorgt: Die Versorgung von Demenz-, Parkinson- und Schlaganfallpatienten gerate in Gefahr, warnen die Nervenärzte. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »