Ärzte Zeitung, 04.02.2013

Weltkrebstag

Mit Infos und Aufklärung gegen Mythen

Heute ist Weltkrebstag. Zusammen mit der Welt-Krebsorganisation ruft die Deutsche Krebshilfe dazu auf, Wissensdefizite über Krebs auszuräumen.

BONN. Auch heute gibt es noch viele Vorurteile und Missverständnisse zum Thema "Krebs".

Mythos 1: Krebs ist nur ein Gesundheitsthema

Nein - Krebs hat weitreichende soziale, wirtschaftliche und bürgerrechtliche Folgen. Krebs ist zum Beispiel Ursache und Folge von Armut. Familien in Armut fehlt oft das Geld für Krebstherapien. Zudem fehlt diesen Menschen der Zugang zu Bildung und Gesundheitswesen, was das Risiko für eine Krebserkrankung erhöht.

Mythos 2: Krebs ist eine Wohlstandskrankheit, die nur Ältere betrifft und in entwickelten Industriestaaten vorkommt.

Nein - Krebs ist als globale Epidemie weltweit Ursache für mehr Todesfälle als durch HIV/AIDS, Tb und Malaria zusammen. Von den 7,6 Millionen Krebs-Todesfällen weltweit im Jahr 2008 traten mehr als 55 Prozent in weniger entwickelten Regionen der Welt auf.

Mythos 3: Krebs: Todesurteil!

Nein - Viele Krebsarten können heute geheilt werden. Zudem gilt: Mit wenigen Ausnahmen ist die Prognose bei früher Krebsdiagnose besser als bei später. Allein in den USA leben heute 12 Millionen Menschen mit Krebs. Und: Früherkennungsuntersuchungen zeigen Wirkung: Nach über 20 Jahren Brustkrebs-Screening-Programm in Australien wurde eine Verringerung der Sterblichkeit durch Brustkrebs um fast 30 Prozent erreicht.

Mythos 4: Krebs ist Schicksal

Nein - Experten schätzen, dass rund zwei Drittel aller Krebserkrankungen auf Lebensstilfaktoren zurück zu führen sind. Wer sich viel an der frischen Luft bewegt, gesund isst und Übergewicht vermeidet, auf das Rauchen verzichtet, vorsichtig mit UV-Strahlung umgeht, wenig Alkohol trinkt und sich vor krebserregenden Infektionen schützt, tut bereits viel , um sein Krebsrisiko zu senken. (eb)

Quelle: Deutsche Krebshilfe e. V.

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