Ärzte Zeitung online, 03.12.2013

Nebenschilddrüse

PET-MRT erleichtert Tumor-Diagnose

LEIPZIG. Bei Adenomen der Nebenschilddrüsen, kann ein neue s PET-MRT-Verfahren bessere Aussagen zur Diagnose liefern als bisher übliche Methoden. Das berichten Nuklearmediziner der Universitätsmedizin Leipzig im "New England Journal of Medicine" (N Engl J Med. 2013 Nov 21;369(21):2067-9).

Mit dem neuen Verfahren der kombinierten Positronenemissions- und Magnetresonanztomografie könne die Bildgebung beider Modalitäten simultan durchgeführt werden, meldet das Universitätsklinikum Leipzig.

Das System ermöglicht eine genauere Lokalisations-Diagnostik schwierig zu diagnostizierender Tumoren der Nebenschilddrüsen.

"Das PET-MRT liefert uns hierbei wichtige zusätzliche Informationen zu den Veränderungen innerhalb des Weichteilgewebes, die wir auf anderem Wege nicht erhalten können", wird Professor Dr. Osama Sabri zitiert, Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Leipzig.

Dadurch ließen sich Veränderungen an den für die Steuerung von Stoffwechselprozessen zentral bedeutsamen Nebenschilddrüsen besser und eindeutiger identifizieren, wie die Leipziger Nuklearmediziner in der im "New England Journal of Medicine" veröffentlichten Fallstudie beschreiben.

Exakte Infos über Lage des zu entfernenden Gewebes

"Wir haben hier mithilfe des PET-MRT eine Veränderung deutlich exakter bestimmen können als zuvor mittels PET-CT, dem bisher verwendeten Diagnoseverfahren", wird Oberärztin Dr. Sandra Purz zitiert.

Auf diese Weise lagen den Operateuren hochexakte Informationen über die Lage des zu entfernenden Gewebes vor, sodass sich nach dem erfolgreichen Eingriff die Funktion der Nebenschilddrüsen sofort normalisierte.

"Wir gehen daher davon aus, dass sich die neue Form der kombinierten simultanen Bildgebung mit PET-MRT aufgrund der besseren Aussagekraft bei gleichzeitig niedrigerer Strahlenexposition bei der Diagnose von Nebenschilddrüsentumoren gegenüber dem PET-CT-Verfahren als überlegen erweisen wird", resümiert die Nuklearmedizinerin Purz. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[03.12.2013, 08:02:41]
Olaf Korth 
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer
Es ist schon verwunderlich wie aus 1 Fallbericht gleich eine valide Methode mit Zukunftsperspektive abgeleitet wird.

 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Marathon geht Amateuren richtig ans Herz

Wer sich als Amateur an einen Marathon wagt, ist trotz regelmäßigen Trainings kardial gefährdet. Studienautoren geben einen Tipp, um das Herz nicht so stark zu belasten. mehr »

VR-Therapie dämpft Paranoia

Einfach mal ins Café gehen oder mit dem Bus fahren – für Patienten mit schwerer Paranoia ist das schwer vorstellbar. In einer virtuellen Umgebung können sie jedoch lernen, mit ihren Ängsten umzugehen. mehr »

Wie Physician Assistants im Job ankommen

Bewährt sich ein auf dem Papier geschaffener Gesundheitsberuf in der Praxis? Nach dem Studium schwärmen die „Arztassistenten“ in die Kliniken aus. Absolventin, Ausbilder und Chefarzt ziehen Bilanz. mehr »